Mexiko: Mobilität im Wandel

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Guadalajara, Mexico ist eine geschäftige Wirtschaftsmetropole, die trotz des Attributs „Silicon Valley Mexikos“ mit Kulturangeboten und viel Lebensqualität ein Touristenmagnet ist. Doch wie alle Großstädte rund um den Globus kämpft auch die Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco zunehmend mit Verkehrs- und Umweltproblemen.

Juarez mitten in der Rushhour: Unaufhörlich strömen die Menschen durch den zentralen U-Bahnhof von Guadalajara, dessen Architektur einer Kathedrale gleicht. Aus allen Richtungen gelangen die Fahrgäste über Brücken, Treppen und Rolltreppen nach unten, stehen dicht gedrängt auf den Bahnsteigen. Im Abstand von wenigen Minuten rollen die Züge der Stadtbahn „Tren Ligero“ ein, lassen Fahrgäste aussteigen, nehmen neue auf.

Wie viele andere Städte auch setzt Guadalajara auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit leistungsfähigen Bahnsystemen. Bombardier Transportation ist seit den Anfängen in den 1980er Jahren einer der maßgeblichen Partner des Nahverkehrsunternehmens SITEUR, der SISTEMA DE TREN ELÉCTRICO URBANO.

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Das Thema Mobilität wurde in Jalisco 30 Jahre lang sträflich vernachlässigt – es gab nie einen Plan, nie eine Struktur. All das gibt es jetzt, und das Herzstück dieses Plans bildet SITEUR mit seinen Stadtbahnen.

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Rodolfo Guadalajara Gutiérrez, SITEUR-Generaldirektor
kommt in Guadalajara an. Die zwölf TEG-15-Züge bilden einen wesentlichen Teil des Modernisierungsplans des Betreibers SITEUR für die mexikanische Stadt.
Der erste der neuen Stadtbahnwagen TEG-15 kommt in Guadalajara an. Die zwölf TEG-15-Züge bilden einen wesentlichen Teil des Modernisierungsplans des Betreibers SITEUR für die mexikanische Stadt.

Rund 90 Millionen Menschen befördert die Stadtbahn Jahr für Jahr.

Guadalajaras „Linea 1“ ging 1989 in Betrieb. Während sie die Stadt in Nord-Süd-Richtung erschloss, folgte 1994 die „Linea 2“ vom Zentrum aus in die östlichen Stadtteile. Beide Linien sind zusammen 24 Kilometer lang, haben 19 Stationen – die meisten von ihnen unter der Erde. Die Zahl der Fahrgäste wächst, aber das Netz auch. Nach ihrer Fertigstellung wird die 21 Kilometer lange Linie 3 die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchqueren. Noch in der Planung sind eine Linie 4 und eine Linie 5.

Die 30 Jahre alte Linie 1 wird derzeit modernisiert und um einen Kilometer verlängert. Im Rahmen einer Feier zum landesweiten „Autofreien Tag“ am 22. September weihte Jaliscos Gouverneur Aristóteles Sandoval den ersten neuen Zug für die Linie 1 ein und erklärte, die Modernisierung solle schon im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung wird auf dieser Linie die neue Bombardier- Flotte bestehend aus 12 TEG-15-Zügen verkehren.

im Jahr 2009 ist Guadalajara sowohl die Hauptstadt als auch die größte Stadt im mexikanischen Bundesstaat Jalisco.
Mit einer Bevölkerung von über 4 Millionen im Jahr 2009 ist Guadalajara sowohl die Hauptstadt als auch die größte Stadt im mexikanischen Bundesstaat Jalisco.
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Diese neuen Züge werden Guadalajara helfen, seine zunehmende Urbanisierung im Griff zu behalten, indem es sein Nahverkehrssystem erneuert und die Kapazität der Linie 1 um rund 50 Prozent erweitert.

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Benoît Brossoit, President Bombardier Transportation, Americas Region
unser Plan für Guadalajara beruht auf einer politischen Entscheidung der Regierung“, sagt Rodolfo Guadalajara Gutiérrez, Generaldirektor von SITEUR
„Unsere neue Perspektive, unser Plan für Guadalajara beruht auf einer politischen Entscheidung der Regierung“, sagt Rodolfo Guadalajara Gutiérrez, Generaldirektor von SITEUR

Ein wichtiges weiteres technisches Detail: Die neuen Züge vom Typ TEG 15 sind vollständig kompatibel mit der in früheren Jahren gelieferten Flotte der TEG 90-Fahrzeuge. Für SITEUR ist das angesichts der steigenden Nachfrage ein entscheidender Faktor, betont Generaldirektor Guadalajara. „Diese zwölf Züge geben uns die Möglichkeit, den wachsenden Bedarf an auslastungsintensiven Nahverkehrsverbindungen und nach mehr Effizienz zu bedienen. Die Modernisierung der Linie 1 geht planerisch Hand in Hand mit der Linie 3. Letzten Endes bekommen wir so ein Nahverkehrssystem, das andere Transportmittel integriert. Die geplante Expansion und Modernisierung versetzt uns in die Lage, unseren Fahrgästen besseren Service, höhere Qualität und mehr Kapazität zu bieten.” Konnten bisher lediglich zwei Fahrzeug-Einheiten zu Vier-Wagen-Zügen für maximal 600 Fahrgäste gekuppelt werden, sind künftig auch Sechs-Wagen-Züge mit einer Kapazität von 900 Fahrgästen möglich.

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Wir wissen das Vertrauen, das uns unser langjähriger strategischer Partner SITEUR entgegenbringt, sehr zu schätzen und freuen uns darauf, weitere Bombardier-Fahrzeuge in Mexikos wachsenden Städten fahren zu sehen.

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Benoît Brossoit, President Bombardier Transportation, Americas Region