Wir bewegen Städte – Berlin

Look

Lebendig, dynamisch und schnell: Berlin ist seit eh und je eine quirlige Drehscheibe zwischen Ost und West. Die deutsche Hauptstadt ist Schmelztiegel der Nationen, Magnet für Touristen aus aller Welt sowie innovativer Anziehungspunkt für Start-ups und Kulturschaffende. Berlin ist eine Millionenstadt, die selten schläft und stets auf Achse ist. Umweltfreundliche Mobilität auf Schienen zählt hier zur Tradition seit weit mehr als hundert Jahren. Eine Tradition, die auch Bombardier Transportation konsequent lebt: mit Mobilität für morgen und übermorgen, als Arbeitgeber am Standort Berlin und in der Hauptstadtregion.

Wer braucht schon ein eigenes Auto? Berlin erweist sich als Trendlabor für neue Formen der Mobilität: vielfältig, flexibel und smart. Die Hauptstadt ist in Bewegung. Statistisch absolviert jeder Berliner drei Strecken pro Tag und braucht dafür rund 70 Minuten. Der eigene Pkw verliert dabei an Bedeutung. In keiner anderen deutschen Millionenstadt fahren so wenige Autos pro Einwohner. Vor allem in der Innenstadt boomt das Carsharing. Der Trend, auf das eigene Auto zu verzichten, kann verschiedene Gründe haben: Parkplatzsuche, Stau, Kosten, Emissionen. Wer das nicht will, steigt um – neben dem öffentlichen Personennahverkehr auch aufs Fahrrad. Der gute alte Drahtesel erlebt ein Revival als modisches Accessoire. Aber auch hier mischen sich unter die Besitzer immer mehr Kunden von Leihfirmen. Eine Smartphone-App führt beispielsweise zu den zahlreichen Call-a-Bike-Rädern, die an Stationen in der ganzen Stadt verteilt sind. Der kleine Computer in der Hand revolutioniert die Mobilität: So vergleicht eine App namens Moovel Fahrzeiten, Preise und Verfügbarkeit aller Verkehrsmittel – des Autos, des Fahrrads oder des ÖPNVs.

193 Millionen Fahrgäste befördert die Berliner Straßenbahn im Schnitt pro Jahr auf 22 Linien. Straßenbahnen sind in der deutschen Hauptstadt schon seit 1865 unterwegs. Berlin hat das drittgrößte Straßenbahnnetz der Welt.

legt jeder Berliner drei Strecken täglich zurück und benötigt dafür 70 Minuten. Das eigene Auto verliert dabei immer mehr an Bedeutung. In keiner anderen deutschen Millionenstadt fahren so wenige Pkws pro Einwohner.
Statistisch gesehen legt jeder Berliner drei Strecken täglich zurück und benötigt dafür 70 Minuten. Das eigene Auto verliert dabei immer mehr an Bedeutung. In keiner anderen deutschen Millionenstadt fahren so wenige Pkws pro Einwohner.

2002 hat Bombardier Transportation seine weltweite Unternehmenszentrale nach Berlin verlegt. Dies geschah vor allem, um die wichtigen deutschen und europäischen Märkte noch schneller und besser betreuen zu können.

Nicht „entweder oder“, sondern „sowohl als auch“

Das macht eine Erfindung wie Moovel zum Symbol eines Kulturwandels: Wer in Berlin von A nach B will, hat immer mehrere Möglichkeiten. Individualität bedeutet nicht mehr, im eigenen Auto zu sitzen, sondern aus einer Vielzahl von Verkehrsmitteln wählen zu können und sie schlau zu kombinieren – passend zum aktuellen Anlass. Die Stadt ist ein riesiges Trendlabor, in dem man neuen Arten des Zusammenlebens, des Kommunizierens und eben der Mobilität beim Entstehen zuschauen kann. Nicht alle Projekte werden umgesetzt, beispielsweise die Idee, einen Kiez im Prenzlauer Berg einen ganzen Monat lang für Pkws mit herkömmlichen Motoren zu sperren und durch Elektroautos zu ersetzen. Die Widerstände aus Politik und von den Anwohnern waren noch zu groß. Andere Konzepte dagegen werden hier so gut angenommen wie nirgendwo sonst in Deutschland.

Über 130 davon aus der modernen FLEXITY Serie mit Niederflurzügen, die als Fünf- und Siebenteiler die wachsende Zahl an Passagieren in der deutschen Hauptstadt befördern können. Knapp 80 weitere Bahnen kommen in den nächsten Jahren dazu.
280 Straßenbahnen hat Bombardier seit 1994 für Berlin geliefert. Über 130 davon aus der modernen FLEXITY Serie mit Niederflurzügen, die als Fünf- und Siebenteiler die wachsende Zahl an Passagieren in der deutschen Hauptstadt befördern können. Knapp 80 weitere Bahnen kommen in den nächsten Jahren dazu.

Nicht nur für heute, sondern auch für morgen

Und der öffentliche Personennahverkehr? Passt sich den neuen Bedingungen an, entwickelt sich weiter. Gebraucht wird er mehr denn je. Berlin hat heute etwa 3,5 Millionen Einwohner. Setzt sich der Zustrom weiter fort, muss die Stadt bis zum Jahr 2030 weitere 300.000 bis 600.000 Zuzügler verkraften – so viele Menschen wie in Stuttgart leben.

 

All diese Menschen wollen wohnen, arbeiten und mobil sein. Zwar hinterließen Krieg, Teilung und Stadtumbau viele Bauflächen in der Innenstadt, doch sie werden immer rarer. Das Mietpreisniveau entwickelt sich rasant nach oben. Die meisten und größten Wohnungsbauprojekte entstehen deshalb in den Randbezirken – dort, wo die Menschen heute schon vor allem die S-Bahn nutzen. Dass hier die Fahrgastzahlen weiter ansteigen, ist absehbar.

372 U-Bahn-Wagen von Bombardier sind in Berlin im Einsatz – die Großprofilwagen sind die ersten in der Stadt, die durchgängig von der Zugspitze bis zum Ende begehbar sind.

 Bombardiers bahnbrechende eMobility Lösung bietet kontakloses Laden, kompakte Batterien und effiziente Antriebssysteme für elektrische Schienen- und Straßenfahrzeuge.
PRIMOVE Bus im Betrieb in Berlin. Bombardiers bahnbrechende eMobility Lösung bietet kontakloses Laden, kompakte Batterien und effiziente Antriebssysteme für elektrische Schienen- und Straßenfahrzeuge.

Berlins „Stadtschnellbahnen“ greifen auf ein einmaliges, engmaschiges und systematisches Netz zurück. Die Voraussetzungen hierfür wurden schon vor 140 Jahren geschaffen. Seit der Gründerzeit explodierte Berlins Einwohnerzahl, erreichte in den 1940er-Jahren sogar die Fünf-Millionen-Grenze. Das S- und U-Bahn-Netz wuchs dabei mit. Bereits im 19. Jahrhundert verband man die Kopfbahnhöfe mit der Ringbahn und der Stadtbahn: die Geburtsstunde des S-Bahn-Fadenkreuzes. In den 1930ern wurde es mit einem Nord-Süd-Tunnel komplettiert. Zuletzt erhielt Berlins Verkehrsnetz 2006 eine völlig neu gestaltete Mitte – und erstmals einen echten Hauptbahnhof. Auf mehreren Ebenen kreuzen sich hier Fern- und Regionalzüge, S- und U-Bahnen, Busse und bald auch Straßenbahnen. Die Weitsicht der Verkehrsplaner im öffentlichen Personennahverkehr zahlt sich bis heute aus: kurze Wege, wenige Umstiege, dichte Takte. 1,4 Milliarden Fahrgäste fahren jedes Jahr mit den Öffentlichen, Tendenz steigend.

brausen U-Bahnen von Bombardier durch nahezu alle Tunnel.
Im Berliner Untergrund brausen U-Bahnen von Bombardier durch nahezu alle Tunnel.

1.000 S-Bahn-Wagen sind nach dem Mauerfall für das wieder vereinigte und nach und nach modernisierte S-Bahn-Netz von Bombardier gebaut worden.

Die deutsche Hauptstadt ist für Stadt­planer in aller Welt ein Musterbeispiel. Neue Arten des Zusammenlebens, des Kommunizierens und der Mobilität werden hier täglich gedacht.
Trendlabor Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist für Stadt­planer in aller Welt ein Musterbeispiel. Neue Arten des Zusammenlebens, des Kommunizierens und der Mobilität werden hier täglich gedacht.

Nicht nur anders, sondern smart

Eine Stadt ist nur so modern wie ihr Verkehrsangebot. Doch das steht vor wegweisenden Herausforderungen: Der demografische Wandel beschert den Öffentlichen mehr und ältere Fahrgäste. Viele werden auf barrierefreie Zugänge zu Bahnhöfen, Stationen und Verkehrsmitteln angewiesen sein. Doch die Schuldentilgung Berlins lässt nur kleine Spielräume zu für Investitionen und Mehrverkehr. Berlins Ziel, lebenswertere und klimaneutrale Hauptstadt zu werden, bedarf energieeffizienterer und leiserer Antriebe. Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung eröffnen ungeahnte technische Möglichkeiten: Dafür will Berlin mit der Smart-City-Strategie Technologien aus den Bereichen Verkehr, Information, Kommunikation, Energie und Umwelt intelligent vernetzen und fördern.

  • Bombardier Transportation ist mit seinem Hauptsitz in Berlin sowie sieben Werken und zahlreichen Dienstleistungs-Zentren in Deutschland vertreten. Neben dem Werk in Hennigsdorf gibt es weitere Standorte in Bautzen, Braunschweig, Görlitz, Kassel, Mannheim und Siegen.

 

  • In Deutschland entwickelt und fertigt Bombardier Straßenbahnen, U-Bahnen, Regional- und Fernverkehrszüge, Lokomotiven, Drehgestelle sowie Signal- und Antriebstechnik für Züge und E-Busse.

 

  • Seit 2001 wurden mehr als 6.500 Fahrzeuge in Deutschland ausgeliefert. Bombardier übernimmt zudem die Wartung und Instandhaltung von Kundenflotten über deren gesamte Lebensdauer.

Mobilitätslösungen für Berlin

Die Stadt bewegen

Sauber und leise, schnell und preiswert: Der Schienennahverkehr in Berlin ist modern, komfortabel, attraktiv. Er lockt zum Umsteigen vom Auto in die Bahnen. Jährlich fahren im Großraum Berlin rund 1,4 Milliarden Fahrgäste mit den Öffentlichen. Tendenz steigend. Dazu leistet Bombardier einen großen Beitrag.

Weltweite Erfahrungen für Berlin

Ausgefeilte Technik, betriebserprobte Systeme von der Niederflurbahn bis zu Energiesparkonzepten für S-Bahnen und Metrozüge: Für die Mobilität in Berlin kann Bombardier auf die weltweit gesammelten Erfahrungen in der Bahntechnik zurückgreifen und diese für die individuellen Berliner Kundenbedürfnisse weiter entwickeln.

Modernisierung konstruktiv gestalten

Nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989 musste mit der Wiedervereinigung Berlins und Deutschlands im Westen wie Osten viel Geld in die veralteten Nahverkehrssysteme gesteckt werden. Getrennte Bahnlinien wurden zusammengeführt, alte Fahrzeuge nach und nach durch neue ersetzt. Über Jahre und Jahrzehnte hat sich Bombardier in diesem Erneuerungsprozess als verlässlicher Partner der Verkehrsunternehmen konstruktiv und gestaltend eingebracht.