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Digital unterwegs

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Die Züge von morgen befördern nicht nur Passagiere. Sie müssen auch enorme Datenpakete managen. Bombardier entwickelt Lösungen für die digitale Zukunft des Schienenverkehrs.

Ob Metro, Regional- oder Hochgeschwindigkeitszug – wer reist, möchte nicht nur schnell, sicher und komfortabel von A nach B kommen, sondern auch sein „Digitales Leben“ mit allen Aktivitäten nahtlos weiterführen: Arbeiten in der Cloud, Videokonferenzen oder Filme streamen. Das und mehr soll unterwegs genauso komfortabel möglich sein wie zu Hause. „Pendler im Stadtverkehr ebenso wie Fernreisende, die unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen, erwarten das heute“, erklärt René Braun, der bei Bombardier die Initiative Connected Mobility leitet. Er kümmert sich mit seinem Team darum, dass die Züge mit den aktuellen Mobilitätstrends mithalten können und zukünftig kein Tunnel oder Funkloch mehr die Datenverbindung kappt, denn: Die Digitalisierungswelle macht auch vor dem Schienenverkehr nicht Halt.

Viele Reisende nutzen ihre Smartphones fast immer und überall. Die Datenvolumen steigen daher rapide.
Metro Station in New York City. Viele Reisende nutzen ihre Smartphones fast immer und überall. Die Datenvolumen steigen daher rapide.

Heute nutzen Reisende unterwegs große Datenmengen. Schon in naher Zukunft ist zu erwarten, dass noch mehr Bits und Bytes immer schneller ausgetauscht werden. Die Züge müssen sich also während der Reise mit einem lückenlosen Highspeed-Netz verknüpfen. „Surfen im Zugabteil ist zwar dank Wifi heute möglich, aber in den meisten Fällen nur mit geringer Qualität“, sagt René Braun. „Wir greifen auf hochentwickelte Netzwerktechnik zurück, die eine viel höhere Geschwindigkeit ermöglicht.“

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Dass sich die komplette Reise von Tür zu Tür online in einem Schritt planen und buchen lässt, ist heute schon Wunsch und bald immer mehr die berechtigte Erwartung des digital vernetzten Passagiers

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Smarte Tools für die Reise

Gemeinsam mit seinen Kollegen arbeitet René Braun daran, die Digitalisierung des Reisens in allen Bereichen, die einen echten Nutzen erwarten lassen, weiter voranzutreiben. Dabei hat das Team nicht nur die Zugfahrt im Blick, sondern alle Etappen vom Start bis zum Ziel: Die Reise beginnt bereits bei der Planung zu Hause, erklärt der Digitalisierungs-Experte an einem Beispiel: Ein kurzfristiger auswärtiger Geschäftstermin steht an. Zug- und Flugtickets müssen noch gebucht werden wie auch die Taxifahrt in die City. Vielleicht sollte auch ein Leihfahrrad für den freien Nachmittag dabei sein, um die Stadt kennenzulernen. „Dass sich die komplette Reise von Tür zu Tür online in einem Schritt planen und buchen lässt, ist heute schon Wunsch und bald immer mehr die berechtigte Erwartung des digital vernetzten Passagiers – und diesen Service will Bombardier in Zukunft bieten“, erklärt René Braun.

Fahrscheine für den Zug mit dem Smartphone zu kaufen wird zum Standart in vielen Ländern.
Beim Einsteigen bezahlen. Fahrscheine für den Zug mit dem Smartphone zu kaufen wird zum Standart in vielen Ländern.

Ein anderer interessanter Bereich der digitalen Zukunft des Reisens, das Bombardiers Expertenteam im Blick hat, ist „Targeted Shopping“, also zielgerichtetes Einkaufen im Aktionsfeld Zug/Bahnhof. Diese Art von Online-Geschäften bieten dem Reisenden einen direkten, unmittelbaren Nutzen an, indem sie ihn per Smartphone zum Supermarkt oder Bäcker leitet, um zum Beispiel während des Umsteigens schnell noch Reiseproviant einkaufen können.

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Schlüsselfaktor ist der zufriedene Passagier im digitalen Umfeld unserer Zeit

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Und falls der Passagier von morgen vergessen hat, ein elektronisches Ticket zu lösen, registriert das ein Sensor in der Zugtür. Per Smart Ticketing checkt der Reisende automatisch ein und kauft seinen Fahrschein per Online-Bezahlsystem – ohne Warteschlange, schnell und unkompliziert. „Wir wollen eine Plattform kreieren, die solche Services künftig zur Verfügung stellt, und dafür möglichst viele Partner ins Boot holen. Wir schauen uns die ‚Ökosysteme’ genau an, blicken ganzheitlich auf das Umfeld unserer Kunden. Schlüsselfaktor ist dabei der zufriedene Passagier im digitalen Umfeld unserer Zeit“, so René Braun.

Fahrgästen erwarten heute, dass sie mit ihren mobilen Geräte immer und zu jeder Zeit online gehen können.
Smarter reisen. Fahrgästen erwarten heute, dass sie mit ihren mobilen Geräte immer und zu jeder Zeit online gehen können.

Sicherheit für Datenverkehr

Die Digitalisierung bedeutet für ein Technologieunternehmen wie Bombardier und seine unternehmensinternen Prozesse einen Paradigmenwechel. „Bei diesem schnelllebigen Thema müssen wir uns wie ein agiles Startup-Unternehmen verhalten, das rasch auf Kundenwünsche reagieren kann, und dazu auch mit externen Spezialisten zusammenarbeitet“, sagt René Braun. Eine hohe Priorität hat dabei die Datensicherheit. Bombardier wird bei der Absicherung die gesetzlich geforderten Standards deutlich überbieten. Mit deren Ausarbeitung beschäftigt sich eine Unternehmens-Abteilung im schwedischen Stockholm: Sie entwickelte beispielsweise eine Zertifizierung, die alle Kooperationspartner im Vorfeld durchlaufen müssen. „So gewährleisten wir, dass sämtliche Prozesse unseren hohen Ansprüchen genügen“, erklärt René Braun das Konzept von Bombardier.

 

Mit seinen Ideen und Lösungen berücksichtigt das Unternehmen sowohl die Bedürfnisse seiner Kunden als auch die der Reisenden, denn: Profitiert der digitale Passagier von der vernetzten Infrastruktur, reist er lieber mit der Bahn. Das beschert den Bombardier-Kunden mehr Fahrgäste und einen steigenden Umsatz.

Fitness-Check für die Flotte

Fehler erkennen, bevor sie passieren. Bauteile austauschen, bevor sie ausfallen. Dank digitaler Daten, sensibler Messtechnik und intelligenten Algorithmen erkennt die Zugelektronik bereits Wochen im Voraus, wann Fahrzeugteile ausgetauscht werden müssen. Fachleute nennen dies „Predictive Maintenance“, also vorausschauende Wartung. Bombardier bietet dafür die entsprechende technische Ausstattung: Der ORBITA Fleet Monitor sammelt beispielsweise Daten zur Nutzung einzelner Fahrzeugkomponenten und wertet diese aus. Zugbetreiber können so beanspruchte Bauteile rechtzeitig austauschen oder reparieren. Das steigert die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der gesamten Fahrzeugflotte und verbessert die Lebenszykluskosten. Damit die regelmäßige Wartung der Bahnen möglichst effizient abläuft, setzt Bombardier auf ein ausgeklügeltes Messsystem: das Automatic Visual Inspection System, kurz AVI-System. Die Züge fahren dabei durch eine Messstation, in der mehrere Laser unter anderem Räder und Bremsen abtasten. Die Messwerte werden automatisch analysiert und in einer Datenbank gespeichert. Mithilfe eines Algorithmus lässt sich dann vorhersagen, wann Komponenten zu verschleißen drohen. Wartungstermine werden besser planbar. Damit bietet Bombardier seinen Kunden verschiedene Module an, um die komplette Infrastruktur Instand zu halten. Sie umfassen beispielsweise die technische Unterstützung bei Wartungen, Lösungen für mehr Cybersicherheit und maßgeschneiderte Mitarbeiterschulungen.