Bildergeschichten

Look

Züge sind mehr als Fortbewegungsmittel. Bahnhöfe und Züge bilden einen eigenen Mikrokosmos, wo Reisende häufig erstaunliche, lustige und schöne Momente erleben. MOVE zeigt Ihnen einige davon.

Mumbai, Indien
DABBAWALLAS

heißen die in Mumbai seit mehr als 100 Jahren zum Straßenbild gehörenden Essenskuriere. Täglich liefern sie zwischen 175.000 und 200.000 Essen in Büros, Geschäfte und Bahnhöfe aus. Tendenz steigend. Über ein ausgeklügeltes System aus Buchstaben, Ziffern und Farben stellen sie sicher, dass jede Mahlzeit beim richtigen Empfänger landet. Und das klappt (fast) perfekt: Von 16.000.000 Lieferungen geht laut neuesten Untersuchungen nur ein Essen verloren.

Stockholm, Schweden
DIE LÄNGSTE KUNSTGALERIE DER WELT

befindet sich im Untergrund von Schwedens Hauptstadt. Skulpturen, Mosaike, Gemälde, Installationen, Gravuren und Reliefs von über 150 Künstlern schmücken mehr als 90 der insgesamt 110 U-Bahnhöfe. In der Station Radhuset sieht man den unbearbeiteten felsigen Untergrund, sodass der Bahnhof wie eine Höhle anmutet. Andere Stationen zeigen archäologische Ausgrabungen oder sind mit Reliefs verziert. Zum Preis eines U-Bahn-Tickets kann jeder an einer Führung über vier bis fünf Haltestellen teilnehmen.

New York City, USA
NÄCHSTER HALT ATLANTIK!

Diesen Titel gab der Fotograf Stephen Mallon seiner Fotoreihe über die letzte Reise ausgemusterter U-Bahn-Waggons aus New York City. Seit zehn Jahren wirft die Stadt alte Subways vor der Küste ins Meer – natürlich komplett entkernt. Die Metallrahmen bieten Fischen und Meeresbewohnern als künstliche Riffe einen neuen Lebensraum. Damit haben die U-Bahnen nicht nur jahrzehntelang umweltfreundliche Mobilität geliefert, sondern unterstützen darüber hinaus das empfindliche Ökosystem auf dem Meeresgrund entlang der US-Ostküste.